BPP Scientific Blog

 

Ein Blog zu Forschungsthemen im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung (BBF).


 

TIBI bloggt über Filme: Begabt - Die Gleichung eines Lebens

Letzte Woche hat sich TIBI für euch den Film

Opens external link in new window"Begabt - Die Gleichung eines Lebens"

(engl. Titel "Gifted") angesehen.

Der Film erzählt die Geschichte des hochbegabten Mädchens Mary, das bei ihrem Onkel Frank aufwächst. Die Erzählung beginnt an Marys erstem Schultag. Obwohl sowohl dem Mädchen als auch ihrem Onkel bewusst ist, dass Marys Begabung weit über dem Durchschnitt einer Schulanfängerin liegt, besteht Onkel Frank darauf, dass Mary ein normales Leben in einer normalen Schule haben soll. Schon in der ersten Mathematikstunde fällt der Lehrerin das besondere Potential aber auch die fehlende soziale Kompetenz der Schülerin auf. Nicht besonders überraschend eskaliert die Situation schnell und Frank wird zur Direktorin zitiert, wo ihm nahegelegt wird, Mary in eine Schule für Hochbegabte zu schicken. Daraufhin schaltet sich Marys Großmutter ein und die Geschichte mündet in einen Sorgerechtsstreit. 

"You are denying the girl her potential"

Die zentrale Frage des Films, was das Beste für Mary sei, beschäftigt den Zuseher/die Zuseherin bis zur letzten Minute. Wenn Frank am ersten Schultag Mary bittet ein normales Kind zu sein, wird klar, welche Herausforderung es ist, ein Kind mit großem Leistungspotenzial gut zu fördern und in der Entwicklung zu unterstützen. Der Film wirft Fragen auf, die zwar leider größtenteils unbeantwortet bleiben, aber zum eigenen Reflektieren anregen:

  • Soll ein Kind mit besonders hohem Leistungspotential in eine Schule für besonders begabte Kinder gehen?
  • Kann eine Schule ausreichend Förderung für Mary bieten?
  • Wie kann man Frank unterstützen und wer kann ihn am besten beraten?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Mary außerhalb des schulischen Kontexts ausreichend zu fördern?

"He is a good person. He wanted me before I was smart."

Auch wenn der Film den Sorgerechtsstreit zu sehr in den Vordergrund rückt und etwas oberflächlich mit dem Thema Hochbegabung umgeht, so meint TIBI trotzdem, dass der Film sehenswert ist. Die großartige schauspielerische Leistung der Protagonistin Mary (Grace Mckenna) und ihres Onkels Frank (Chris Evans) hat uns zu Tränen gerührt. Niemanden, der sich mit dem Thema Begabungsförderung beschäftigt, lässt dieser Film kalt, vor allem in den Auseinandersetzungen mit der ehrgeizigen Großmutter.

Habt ihr den Film schon gesehen? Kennt ihr andere Filme, die sich mit dem Thema (Hoch)Begabung beschäftigen? Welche Bedeutung hat eurer Meinung nach die Zusammenarbeit von Eltern und Schule im Kontext der Begabungsförderung? Welche Erfahrungen habt ihr damit? Hinterlasst uns doch einen Kommentar unter dem Post.

Bis bald, wenn TIBI wieder bloggt.

Erstellt von: eva.knechtelsdorfer
09. März 2019